In der Ermitage

Heute haben wir im Wohngebiet genächtigt. Und?, wird der Esel schreien, wird hin und her hyperen , riecht er wohl die andern Esel im Dorf? Weil Unda hier einZimmer hat, sind mir diesmal die Nachbarn nicht einerlei. Ich weiß: Noldi schreit, wenn er mich sieht, Noldi hyppert, wenn er mich nicht mehr sieht. So schlaf ich ebenfalls  draußen, Noldi bewacht mich. 

Am Ende der Reise hab ich die einzige unangenehme Begnung, da hört doch einer seine Space-Musik auf dem Handy in der Goethenaum  Bücherei,  nervt. Kopfhörer? Leiser? Ausschalten? Werd schräg angemacht, hab kein Polster für Freundlichkeit, Esel  sind schließlich territoriale Tiere, die sind freundschaftlich, nicht freundlich,!hab viel gelernt bei Noldi, nun er hört  draußen seine Musik.  

 Ich bin ein totaler Fan von der Ermitage in Arlesheim, ein Naherholungsgebiet mit mystischem Hintergrund. Schon in römischer Zeit sollen hier Einweihungsfeiern stattgefunden haben,  später  kam dann die heilige Odilia auf der Flucht vor ihrem Vater, König Eticho, in diese Grotten.  Und schließlich, und das ist für mich das Größte, soll Parzival hier eingekehrt sein. Damals, als er am Karfreitag Gott und der Welt abgeschworen hatte und hier einen königlichen Einsiedler, Trevrizent,  traf. 

   Hier sollt’s  gewesen sein! Die Haare an den Scheichen stehen wieder bolzgredi auf, steiff wie Förennadeln. Dass der Gralskönig mit seinen 24 Jungfrauen, 400 Rittern und dem heiligen Gral weiter hinten links auf einem Schloss  gewohnt  haben, ist noch viel phantastischer! Nun hab ich’s Noldi zeigen können, meine so wichtigen Erlebnisse, als ich vor genau 30 Jahren in der Ermitage gewandelt bin,denn damals war ich in der Ausbildung im Sonnenhof, Sozpäd würds wohl heute heißen.

 Schlafen kann Noldi heute bei den Sonnenhofs,ich hab ein freien Abend. So gut

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