Kein Rheinweg, Kaiserstuhl und nach Mellikon

Bei Paul  und Gabi kamen wir gestern unter, freundliche Menschen, welche den Hof betreiben. Von der Tochter Jasmin hab ich erfahren, was heute in der Ausbilding FABE k punkto Erzählen  und Geschichten  vermittelt wird, Jasmin jedenfalls konnte unser Anliegen unterstützen und hat uns eine Sage von Eglisau erzählt, hat mir gut gefallen. Nun weiß ich warum im Wappen ein Hirsch über drei Hügel schreitet. Zum Aufbruch gabs ein Kaffee, dann gings  hinunter an den Rhein. 

  Nicht ganz, wir wandern in ziemlicher Schräglage am „Wurzelweg“, Handbreit, nass und auf Rheinkies angelegt, immer  wieder Abbasten und selber tragen. Umkehren will ich nicht, aber diese Brücke gab uns den Rest. Einseitiger Handlauf und eingeschichtet Grünanlagen  auf dem nassen Holz ist schlimmer als Eis. Wir versuchens trotzdem. Einen  Meter führ ich in, die Vorderbeine sind aus Gummi, er schwimmt , mit den Hinterbeinen tritt er in den Graben, ein Desaster bahnt sich an, im letzen  Moment kann ich ihn zurückdrehen und wir kommen nur mit ein paar Schürfungen ab dem Steg!!   

 Glück  gehabt, wir kehren um , obwohl ich weiß, wie lange wir bereits unterwegs waren und wie oft ich das Gepäck selber getragen habe.

 Das Wetter ist so wie es ist,aber manchmal echt Kuhmist.  Das  Beste  am Regen heut Nacht war die Tatsache, dass wir am Trockenen waren. Heut morgen dafür hellblauer Himmel, Sonnenschein und wärmer.   Immerhin, da gabs eine schöne Begegnunung im Städtchen Kaiserstuhl.

 Kamen heute einfach nicht vorwärts, keine echten Wanderwege, immer wieder umkehren, neben der Hauptstraße wandern geht mir auf den Geist, nebst dem Verkehr sind die leicht verstaubten Dörfer mit verlassenen Hotels, verlassenen Bahnhöfen und verlassener Industrie. Ich mein,ich  hab’s  gesehn, will nicht mehr weiter. Der eigentliche Rheinweg beginnt erst nach Badzurzach, also Morgen. Ich überleg schon halbherzig/frustriert gleich beim Friedhof das Zelt aufzuschlagen. Doch da taucht auf dem Wanderweg Sarah mit den beiden Hunden auf, freut sich am Esel und ich frag nach einem Bauern. Sie weiß Rat, hat eine Pferderanch, eine Boxe frei und wir dürfen kommen, gleich um die Ecke.  Manchmal ist das Leben besser als ein Film.