Kalt ist’s auch hier, bereit zur letzten Etappe

bin froh müssen wir heute nicht gross unterwegs sein. Es ist sehr kühl und ich such nach Kleider,  mich frierts. Heute ist ein sogenannter Ruhetag, das heißt, ich bin nur für Noldi zuständig, zumindest ziemlich viel mit ihm zusammen. Ja, ich hab mich ja darauf eingelassen, für eine bestimmte Zeit das zweite Herdentier zu sein, jetzt bleib ich’s wohl, bis er ein besseres findet.  

  Noldi und Pferde, ich verstehe nicht, was das Gemeinsame ist und  was trennt. Mit ihnen könnt er einfach  auf die Weide, ich hätt einen freien Nachmittag. Geht nicht, auch mit Zaun dazwischen ist’s schwierig. Sind Pferde speziell, weil  es in ihrer Entwicklung geschafft haben, keine wirkliche Berührung mit der Erde  zu haben als mit dem Huf? Ist ja nicht wirklich eine Begenung von Wesen zu Wesen, eher von Fingernagel zu Erde . Und Esel? Die haben zwar Hufe, treten aber mit dem „Strahl“ auf, auch ein bisschen abgehoben, aber ziemlich bodenständig. Kann was anfangen mit der Charakterisierung von Martin Ott gestern. Aus den Begegnungen in den verschiedenen Rossställen unterwegs mein ich zu wissen, das gilt auch für diejenigen, welche mit den Tieren zu tun haben. „Wie das Gscherr, so der Herr“.  

Bin froh, dass ich die  Infrastruktur hier auf dem Hof Pflug  nutzen darf, Elektrizität ist Gold wert, auch ein Spülbecken gibt’s, da habe ich mein Kochgeschirr vom Belag befreit,  Schwarztee , Tomatenreis, Käse in etwa dieser Reihenfolge, sieht so sauber aus. Danach noch Wäsche waschen. Ob waschen zu hoch  gegriffen ist? Es schäumt, das Wasser wird ziemlich dunkel und die Wäsche riecht nach Waschmittel. Doch eine echte Wäsche?   

Morgen beginnt der neue Abschnitt, am Rhein entlang nach Dornach. Da weiß ich nicht, was uns da erwartet, eine Karte wär nicht schlecht.