Ein Umweg über Müllhausen, ankommen in Ürschhausen

Gestern hat’s noch heruntergekübelt, doch da waren wir schon in trockenen. Kalt war’s ,zumal ich meine wärmende Jacke  irgendwo deponierte. Schlafsack und Wolldecke wärmen auch am Nachmittag super, obwohl ich noch geschrieben habe bin ich  eingeknickt, und drei Std. später erwacht. Unter mir war gerade ein Spektakel, dieSchweine  wurden gefüttert. Ist so spannend, was Tiere für Laute machen können. Ich maße mir da wenig Urteilsvermögen zu, doch es klang unter mir sehr emotional bewegt. Das Nachtlager war in Ordnung, warm und weich. 

Heute Morgen hat’s geregnet. Gehört zu den unangenehmen Dingen. Angenehm aber ist’s , wenn das Wetter kämpft und Sonnenschein sich durchsetzen kann! Beinahe den ganzen Tag schien die Sonne. Wir haben dieRoute zögerlich  verlassen und zogen Richtung Müllheim und dann meist den Wanderwegen nach.  War eine gute Entscheidung, keine Autostrassen, weite hügelige Landschaften, wundvoll. Auch wenn’s immer wieder geteerte Wege gab, kein Vergleich zu gestern. Sinne frei, ohne Stress , Füße zwar müde aber nicht kaputt.  

  Heute hab ich den  Tierarzt angerufen, und es gibt keine Eselkrankheit, welche mit Hinknien beginnt. Er meint, es sind die Eisen, welche Mühe machen. Ok, werd drauf achten, sonst nehmen wir sie runter. Der Tierarzt Bruno Lötscher hätte noch PlanB: hatt auch noch einen Gross- Esel und wir könnten ihn quasi tauschen! Mich freut die Spontanität, doch ich mein, es wird nicht nötig sein. 

Und auch heute war die Presse da. Da gabs zwischendurch gescheite Fragen von der Thurgauer Zeitung, sobald ich das Pdf bekomm, setz ich es hier rein. 

War doch eine lange Wanderung nach Ürschhausen, doch der Umweg hat sich gelohnt. Heute Abend sind wir Gast bei Martin  und Annigna Ott. Auch er ein Eselfreund, welcher vor 30 Jahren nach Italien zog. Heut Abend werd ich noch ein wenig Kultur erleben in derStiftung Finta in der Rheinau, bin gespannt.