Wer ist Alleine? Nach Amriswil und Sommeri

Dann sind sie ja immer allein? Ich weiß nicht wies mein Gegenüber  meinte: Das ist schlimm allein zu sein; Sie armer, (komischer) Wanderer; Das ist gut, endlich allein zu sein; Sie werden auch bald zum Esel. 

Etwas habe ich auf meiner Wanderschaft festgestellt: wenn die Menschen sich überNoldi   oder mich Gedanken machen, hör ich Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Ich glaub, es  ist der Esel, welcher die Menschen reagieren lässt. Noldi mit seiner Glocke und Ausstrahlung, ein Ur-Bild, das berühren kann. Für die Kleinen kommt der Samichlous im Sommer, die Beladenen machen sich  Sorgen übers Bagage,  die Durstigen bringen Wasser, die Hungrigen bemängeln seinen Fettlosigkeit, die Traurigen wollen ihn trösten, die Anhänglichen  knuddeln ihn. Für Noldi kein Problem, für mich gilts mit großen Ohren „z’lose“  damit ich’s recht versteh. Nicht immer kommt ihr  Berührtsein so einfach über die Lippen. 

Und nein, ich bin nicht allein, und fänds auch nicht so dramatisch, mal wieder ein bisschen mit mir zu sein, wohlverstanden: ein bisschen!  

 Der Plan war erst an die Thur und dann an den Rhein. Da sind aber die großen Überschwemmungen, Erdrutsche und Straßensperren. Ist wohl eher nichts für uns. Stattdessen ziehen wir von St.Gallen langsam in den Thurgau. Weite  Felder, langsam kommen die Obstplantagen, Äpfel und Kirschen, alle niederstämmig, zugedeckt und künstlich bewässert. Ist nicht ganz so, wie im Ballenberg. Der Duft von irgendwelchen Spritzmittel liegt in der Luft, und wir hörnens immer wieder mal kräftig böllern, sind wohl die Vögelschrecks. Hin und wieder jedoch Hochstämmer, schöne Häuser, so wie ich mir 

 den Thurgau vorstelle. Wir ziehen zügig weiter, geteerte Wanderwege machen müde und durch Amriswil  ziehen wir schon recht gelassen aber zügig, werden nicht angehalten. Heute Nacht bleibt es trocken, nach Wetterbericht, wir übernachten im Freien, also ich im Zelt.  

 

6 comments on “Wer ist Alleine? Nach Amriswil und Sommeri

  1. Lieber Martin
    spannend sind deine Noldi-Geschichten-Wander….Berichte!
    Wie Anja vermisse ich in der Christophorus Schule deine Eseli.
    Doch für Noldi ist Euer Wanderleben bestimmt sehr abwechslungsreich, kurzweilig und spannend.-
    Oh dieses Hudelsudelwetter!
    ich kann dir gut nachfühlen, stets allen Wetterlaunen ausgesetzt zu sein. Habe ich doch einst mit „Kind und Kegel“ ein halbes Jahr im Zelt in grösster Abgeschiedenheit im Tessin, unmittelbar an der italienischen Grenze, gelebt. Das tauschen wir dann mal mündlich aus.
    Nun wünsche ich Euch Beiden von Herzen besseres Wetter, bereichernde Begegnungen und viele offene Ohren für deine Geschichten.
    Liebgruss Brigitta

    1. Liebe Brigitta, ja, das Wetter ist ein spezieller Faktor auf der Wanderung, doch ich muss sagen, bis auf zwei drei Mal hatten wir gute Tage, und auf die Tessinergeschichten bin ich gespannt, lg Martin

  2. lieber Martin
    wir wollen dir eifach schnell grüessli schicken und das berühmte vermissedi von lumnije zu kommen lassen( vo wäge allei). das lager war prima alle müde u munter zrügg heute haben wir unsere wünsche und Untugenden fürs johannifür verpack und heimli aufgeschrieben. wir schauen nur schnell ein paar Fotos von dir zum vorlesen komme ich nicht aber werde vilech am nami nachholen ihr seit jedenfalls scho schön weit !! forza per le due !.jetzt schreiben alle selber ihren namen auf dem schulkompi: DI MIT RY LUMNIJE EGZONA LEA FLORIAN

    1. Liebe Schüler ,liebe Ursula,
      Tausend Dank für die Grüße, ihr wart in der Lenk im Lager? Schön, dass ihr eine gute Zeit hättet. Heute war Noldi ein Star . Die Sendung „Tierisch“ wollte ihn Interviewen und Filmen, waschecht langweilig! Vielleicht gibt’s trotzdem einen netten Beitrag, heute ziehen wir nach Tägerwilen, Bodensee. Liebe Grüße Martin&Noldi

  3. „Haaaallooooo Martin, wo gosch du….. wo gosch du wyter? „mit lieben Grüssen Eric (was wir noch sagen dürfen, Eric war 2 x 2 Wochen schnuppern und ist gestärkt wieder zurück in der Schule)
    Lieber Martin, wir staunen über euer Reisetempo! Und wir glauben genau zu wissen wo ihr steckt…… auf der Karte. Jetzt habt ihr wirklich die richtigen Berge hinter euch gelassen und seit im Flachland angekommen. Wir fragen uns, wo du und Noldi all die vielen erlebten und gehöhrten Geschichten hinsteckt? Und…. ihr könnt wirklich nicht von langer Weile sprechen, wir beim lesen auch nicht! Wir wünschen euch weiter gut Fuss, anregende, freundliche Begegnungen – au wenn`s widder aynisch kai Empfang gid = denn evt. Elektrosmok? – und lasst euch nicht wegschwemmen! Viele 100, 1000, ja da hör ich gar Millionen Grüsse die Werkklasse + Rosmarie + Hane + Angelika
    – kurzer Blick durchs Schulfenster = da steht eine grosse Mulde, gefüllt mit ……und darin ist die Hälfte vom weissen Sofa – „das bruche mir doch!“ sagt einer und das war ….? Gruss von I.a..
    – „I freu mi uf Humanushuus ! Steckbrief geschrieben“ Gruss Karim
    – Oliver hat einen Vorschlag zu Noldi`s Freiheit, da wo er in der Nacht lieber draussen geblieben ist: “ er het endlich dusche wölle, er isch würklich e freye Esel“ lg. Grüsse
    – Rosmarie :“ wie geht es Noldi ? Ist er (du) nicht auch einmal müde vom vielen Wandern?“
    – Dean lg. :“i ha es guet`s Abschlussgspröch i de Schuel g`ha“

    1. Hallo ihr lieben Werkschüler, freut mich, wenn ich von euch höre! Es ist so, ich gehe weiter nach Dornach/Basel, ob ich weiter ziehe, mal sehen. Hoffe Noldi geht’s auch gut, trotz den vielen Geschichten. Wir passen auf, die schlimmen Unwetter sind hier vorüber.
      Freuemich über die Neuigkeiten und Grüße von Euch. Lasst es gut gehen,liebe Grüße Martin&Noldi

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