Das Unwetter, wir warten mit Geschichten

Gestern noch überlegt, wie weiter, dann kamen diese heftigen Unwettter in die Region und  heute sahs  ganz schwierig aus, können wir den nächsten Umwettern ebenfalls ausweichen?  Wir bleiben noch ein Tag und lassens ausregnen.  hier helfen Claudia und ihre Mutter bei der Planung. 

Gern hätt ich noch in Mörschwil erzählt, im Altersheim zB. doch die haben bereits einen Erzählanlass mit Musik, und in der Steinerschule gibts irgendwie auch keine Möglichkeit. Doch Ruth weiß Rat , sie organisiert gleich 70 Kinder aus der Dorfschule, ja und die kommen gern. Da wind  ich der Schule ein Kränzchen, so spontan war fast noch niemand unterwegs! 

Noldi ist der Star, er kommt mit in die Reithalle, und hört ruhig wie ich erzähle, 1 Std. Und das ist eine Leistung, denn er kennt wahrscheinlich schon alle Geschichten. Nach dem erzählen können die Kinder  Noldi streicheln. Wie auf Kommando wollen 140 Hände den Esel berühren und Noldi  bleibt so gelassen. 

Gestern ging ja ein furchtbares Gewitter hier runter und in der Nähe gabs kleinere Katastrophen, man weiß noch nicht , wie hoch der Schaden ist, aber wir haben beschlossen, das soll sich mal ohne uns  abspielen, zumal auf Heute das selbe Wettter angesagt war. Morgen geht’s weiter, hab mir in der Stadt eine gute Wanderkarte gekauft, und einen Regenschutz, der nach Schutz aussieht.

  Ich musst  also noch  in die Stiftsbibliothek im Kloster St . Gallen. Da war was los, Gruppen in der ganzen Stadt, auch im Kloster, bewegen sich zäh wie Sirup, falls. Ja warum ich da war? Einmal, in meiner Ausbildung zum Heilpädagogen, da ging ich dahin, einfach so, und hab in den Vitrinen eine originale Abschrift von Wolfram von Eschenbachs „Parzifal“ gesehen. DEN Parzifal, und seither gehört er zu den beliebtesten Erzählungen meiner  Schüler , ich kann nicht genug davon kriegen. Stattdessen zeigen die ausgestellten  Bücher Recht und Rechtslehre, von den Römern bis zu Karl dem Großen. Also, diesmal kein Parzival, aber ich habe gehört, dass die Bücher alle auf Pergament geschrieben sind, ein Schäflein pro Seite! Wär wahrscheinlich heute  verboten. Aus Noldi gäbs auf jedenfall kein Buch, eher eine Trommel , wie mir mal Instrumentenbauer erzählt hat. Eselhaut sei bestens geeignet. Noldi, als Trommel? Sicher nicht!