Ins Appenzellerland, Spycher, St. Gallen und dann nach Mörschwil

Habe ich schon erzählt, das mir meine tolle Wegbeschreibung von der Velofahrerin Anja auf meinem hochmodernen GPS App total in die Binsen ging, weil es im Appenzellerland nicht genug Handystrahlung für jeden Hügel hat? Da stand ich nun ganz verloren in der Pampa, schöne Landschaft zwar, aber: wo bin ich, wohin soll ich?  Kein Mensch weit und breit, und was hielt in dem Moment, als ich schon ein ein wenig resignierte keine 2m. Vor uns , Vollbremsung mit Velo auf der verlassenen Landstrasse? Anja! Ist das nicht eine tolle Sache, sie hat uns wieder auf den Weg gebracht, die Orte und Richtungen erklärt, und wir sollen uns an  Velowege halten, wegen den vermachten Wanderwegen. Wenn man eine hilfreiche Begegnung haben soll, kann sie auch die modernste Technik nicht verhindern.  

Heute Morgen sind wir zeitig los, bis Mörschwil soll s nicht mehr weit sein, doch nach den Erfahrungen gestern, ziehen wir bei bedecktem Himmel los, kann kommen was wolle. Noldi hat draussen genächtigt, obwohl wir ein Stall zur Verfügung hatten vomRestaurant  mittlerer Gäbris, auch sie sind Sponsoren  vom dr Esel&ig ! 

Nun sind wir in Speicher, der Aussichtspunkt Vögelinsegg offeriert mir ein Kaffee , danke , und meint wir müssen der Hauptstrasse nach, das sei das beste. Gerade auf so was hab ich wenig Lust, gibt sicher irgendwie noch andere Wege. Noldi frisst beim Denkmal. Es ist ein zweieinhalb Meter grosser , alter Stein mit Inschrift. Das kommt ganz mystisch rüber, so ein Stein der  Weisen, und vielleicht steckt irgendwo noch ein Schwert drin, Excalibur, denn alles Leben soll aus ihm strömen. Ein bisschen Esoterik im  streng geputzten ordentlichen Appenzellerland gefällt mir. Auch wenn ich weiss, so ganz richtig liege ich nicht mit meiner Vermutung .  

 Ich glaub, wir tun gut daran immer wieder zu fragen, wir können uns eine Menge rauf und runter sparen. Ein Tobel noch runter zur Goldach und dann müsste irgendwo St. Gallen sein, wir werden knapp dran vorbei ziehen. Und irgendwo war da noch ein Drehreuz und irgendwo ein schimpfender Bauer mit Frau dass die Rösseler alle Zäune zbode mache, aber nichts war so mühsam heute wie der Durchgang durch die Agglomeration St. Gallen. Was wir angehalten werden, zumFoto  schiessen, zum streicheln, zum die sentimentalen Vorstellungen anzuhören, wie schön es doch mit einem Esel sei, es ist überall ähnlich. Jemand macht sich sogar Sorgen um meine nackten Beine , ein Bosnier wollte Fotos mit und ohne mir, aber von vielen Seiten, er will sie Heim senden, Grossväter, die sich für Ihre 3 Jährigen Enkel in den Weg stellen, er soll mal streicheln. Nur dass der Enkel Angst hat, merkt er nicht, er hat auch nicht gestreichelt, und nur ein bisschen geweint. Wir sehens positiv, bald sind wir im Mörschwil und es läuft sich fantastisch, wenn man willkommen ist. Wir dürfen heute und morgen bei Ruth Jung im Ponyhof bleiben.  

Das muss ich noch zeigen, eine Brücke so breit wie der Bastsattel, Noldi bleibt cool! Warum die Stege auf den Fotos immer so aussehen, dass auch PWs drüber fahren können, bleibt mir ein Rätsel. 

   

2 comments on “Ins Appenzellerland, Spycher, St. Gallen und dann nach Mörschwil

  1. Muss mich jetzt beschweren, dass du so brutal von der Route abkommst. Wenn du deine geplante eingehalten hättest, hättest du all die troubles nicht gehabt.
    Man geht nicht durch St. Gallen durch, eine Stadt die dreißig Kilometer lang aber nur 15 gefühlte Meter breit ist.
    Trotzdem: sehr schöner Text.
    Grüß den Albert und die Heidi falls sie doch noch triffst und dich nicht im Steinach Tobel verirrst…

    1. Ja, es hat wunderbar gepasst von der Route abzuweichen, da ich einfach nur schnell dort sein wollte, Unda kam zu Besuch. hier ist ja auch deine Heimat, das kennst du, ich aber kenn Unda. Will heute mal vorbeigehen, nehms GPS mit, Empfang werd ich wohl haben.

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