Über den St.Anton und nach Gäbris

Wir steigen von Marbach hinauf auf den St. Anton, ein Übergang auf 1100 m. ü M.  

 War zwischen durch echt mühsam, steile Wege, schmal, Noldi ging hinter mir, was ausgesprochen schwierig war, zumal Noldi als echter Berggänger mit überhöhtem  Hinterteil gerade in der Stotzige ausschreiten will, ich eher gar nicht. Eigentlich brauch ich einen stetigen Rhythmus um solche Höhen zu überwinden. So kommts, dass Noldi überholen will, ich Versuch in meinen Berggang-Rhythmus zu finden, Noldi bleibt stehen, ich muss auch, zieh am Strick, Noldi schreitet aus, soll nicht überholen, drängelt, bleibt stehen, und das ganze Beginnt von vorn.  So unterschiedliche Gangarten, wir werden nie zusammen einen Rhythmus finden. Ja, auf dem schmalen Weg nicht, doch kaum können wir nebeneinander sein, pack ich Noldi am Halfter und wir gehn zusammen, zwar schneller als ich, doch langsamer als er. Was kann ich lernen? Unser Rhythmus findet sich nur, wenn der Weg breit genug ist, und wir auf Kopfhöhe begegnen. 

Bald ist der längste Tag und dann Johanni. Hab gelesen , das der Himmel die Erde still umarmt , oder küsst? Auf jeden Fall erleben wir, dass sich ziemlich alles in der Natur öffnen will, nach draussen, nach oben, nach dem Himmel. Bin froh, dass wir jetzt unterwegs sind und den Sommer so langsam entstehen sehen. Selbst der düstere Wald wirkt irgendwie verzaubert, Noldi blieb der alte, auch als wir draussen waren. 

    Nach Mörschwil solls Morgen gehen, ich frag auf dem St.Anton nach Wegen, Anja ist ein freundliche Velofahrerin, welche mir den besten Weg aufzeigt und ich notier ihn auf meinem GPS.  

  Blöderweise treffen wir auf den Wanderwegen immer wieder diese Tischlein (Stapfete) an, zum darübersteigen. Das bedeutet abbasten, Werkzeug suchen, seitlich den Draht entfernen, Weg freischneiden und Esel durchbringen, dann das ganze wieder zurück, eine halbe Stunde Arbeit.  Saublöd war der vierfach verlattete Bretterzaun auf der Alp, Noldi anbinden, zum nächsten Haus runterlaufen Werkzeug organisieren , hoch, alleBretter aus den drei Pfosten lösen, Noldi durch und wieder vernageln. 3/4 Std. Freundlicherweise war Priska zuhause, eineMusikerin, welche mich mit Werkzeug ausrüstet und eine CD mit ihrer neuen Produktion   schenkt, bin also sehr gespannt, falls ich sie einmal hören kann. 

Bin auch gespannt wo wir nächtigen, Zelt wär möglich, sind auf dem unter Gäbris. Da nächtige ich im Stroh im Stall, Noldi wohl draussen.