Hunde mit uns, und nach Marbach

Bis gestern nahmen  wir den Rheinuferweg. Sandwege und kein Verkehr, nur Rhein und Hundeversäuberungsmöglichkeit für Problemhunde. Riesige Hirtenhunde, Dobermänner, Pitbulls, Schäfer jeglicher Länder und meist ein Herrchen dabei, öfters weiblich, welche froh sind,  geht unsere Begegnung ohne Stress vorüber. Auf dem Rheindamm oben sind meist die andern Hunde, kleinere, denen begegnen wir selten. Noldi geht ziemlich gleichgültig damit um, ist aber eher kein Hundefreund. Esel  verteidigen scheinbar in Amerika  Schafsherden gegen Schakale. Ich mein, ich kann langsam einschätzen, was uns mit den Besitzern und Hunden erwartet: 

Der Genervte: schaut streng zu uns, „müsst ihr jetzt gerade aufkreuzen?“ Hund bellt, schaut zu genervtem Besitzer, Hund zerrt, Besitzer bindet ihn an einen Laternenpfahl!

Der Coole: schwatzt gerne noch ein paar Sprüche ab, „ist alles kein Problem“, Hund zerrt und bellt, hört auf kein Kommando  schleicht sich dem Esel von Hinten an. 

Der Drübersteher: erklärt mir das Hundeverhalten, das Eselverhalten, das Menschenverhalten in einem Aufwisch, „wenn man den Hund versteht,versteht man alles“ Hund bellt, reagiert auf gar nichts, weiß nicht ob er beißen oder wegrennen  soll. 

Der Hunderetter: kommt meistens mit 5 Hunden an, zwei kann er noch anleinen, der Rest springt um uns herum. „Sind alle vom Tierheim gerettet, ich bin der Einzige, welcher mit ihnen umgehen kann“ wir versuchen zu Antworten, doch das Gekläff ist riesig.

Zwischendurch haben wir aber zum Glück Begegnungen, welche mich wieder an eine Zukunft  zwischen Esel und Hund glauben lassen. „Es ist normal dass der Hund Angst hat, es ist in Ordnung, wenn erZeit für Begegnung braucht und es ist schön, dass sich Hunde- und Eselfreunde unterhalten können“ 

Warum erinnert mich das an meine Arbeit mit Kinder und Jugendliche? 

  Ist idyllisch, dem Kanal entlang  auch wenn nach 10 min. wieder die Industrie, die Einfamilienhäuser oder die künstlich renaturierten Bachläufe kommen, man muss einfach dazwischen  seine Romantikwünsche erleben. 

Und nun sind wir im Schulheim Marbach, Peter Albertin hat uns sehr wohlwollend empfangen. 

  Und heut Abend beginnt das Geschichtenerzählen, freue mich drauf!