Grabs nach Rüthi / Büchel, viele Geschichten

Warum trifft man gerade diese Menschen? Das fragen sich auch viele andere, welche gute oder  schlechtem Erlebnissen mit Mitmenschen teilen. Manche wissen sofort eine Erklärung, anderen ist es egal. Obwohl ich mich auch immer wieder nach dem Sinn einer Begegnung frage,  habe ich leider bisher noch keine schlüssige Antwort, ausser die vielleicht, dass man sich den Sinn am besten selber gibt. 

Noldi und ich haben gestern den Walter Siegfried Hahn getroffen. 

  Ein umtriebiger, engagierter Mann, welcher sich in den Philippinen mit Bio-dynamische Landwirtschaft für das Wohl der Menschen und der Erde einsetzt. Er wollte In Dornach den besonderen Kaffee vorstellen, und kommt nicht mehr dazu, er fliegt zurück.  Nun,  wir werden auf unserer Fahrt dahin kommen und wir kennen die Adresse und den wichtigen Mann, wir werden den Kaffee mitnehmen, durch die halbe Scweiz tragen und versuchen ihn dort schmackhaft zu machen. Es ist nämlich der besonders kostbare. Von Wildkatzen gefressene und ausgeschiedene Kaffeebohnen werden gesammelt und weiter verarbeitet. Soll besonders kostbar sein.  

Heute Morgen hielt ein Auto extra wegen uns, eine Frau stieg aus, und meinte, eine Eingebung hätte ihr gesagt, sie soll mir 20.- geben! Ist doch eine gute Sache, danke Eingebung, danke Gabi, so heisst sie. Ich frag hin und wieder nach dem Weg, Pöstler, Gemeindearbeiter Kant.strassenmeisterei. Den letzten verdank ich ein besonderes Sinneserlebnis. Weil er ein hiesiger ist, glaub ich ihm die Weg-Beschreibung. Wir durchqueren hüfthohe Nesseln weil wir weiter wollen, der Bach lässt uns umkehren, und wieder durch die Nesseln. Es ist ein spezielles Gefühl, diese leicht lähmende Taubheit, unangenehm und doch leicht berauschend.

  
Wir sind in Rüti Büchel. Kein Bauernhof  weit und breit, sind müde, überleg einfach so irgendwo zu nächtigen. Jemand schickt mich zu Stefan Kopp und Familie, wir werden nur ein wenig skeptisch angeschaut und können bleiben. Ich bestaun den „Roboter-Bauernhof“ alles hochautomatisch, über 40 Kühe die gemolken werden,   Robotermässig! 

Der Laser misst  und die Melkmaschine wird autom. angesetzt. Obwohl alles computergesteuert  ist, kennt der Bauer alle  Tiere mit Namen, dass die auch noch Nummern haben, sei nur für die Computer! Aber das Beste war der Abend am Küchentisch, Stefan mit Frau Kathrin und die Kinder mit Freunden, andere Menschen kommen  noch und es war ein wunderbarer Abend voller echter Geschichten aus Dorf und Stall, Sagen, Jodellieder und nicht zuletzt über die Holzfischerei am Rhein, was hab ich da alles gehört. Auch erzählt, bin echt verhocket, morgen geht’s weiter nach Marbach, werden es ruhig angehen. Wer hätt’s gedacht.

 Stefan und Jathrin Kopp sind  Sponsor vom Projekt „dr Esel&ig „