Nach Malans

Wie unterschiedlich ist doch Ankommen  und Aufbrechen. ZB kamen wir vorgestern ziemlich geschafft von Hitze und Weg in Haldenstein an, sind so froh unterzu kommen, lernen andere Menschen kennen, Austausch, Begegnung,Erholung. Gut geschlafen, für Esel und mich ist bestens gesorgt. Es ist ein Ausatmen. Dann ein Pausentag, die gewöhnliche Welt wir realer, und obwohl es uns super geht, kommt der  Wunsch nach Aufbruch. Hätt zwar gut gepasst,  noch ein wenig zu verweilen, doch wir werden  weiter ziehen. Das Märchen von Frau  Holle kommt mir in den Sinn. Da habe  nie so recht verstanden, warum die  „Goldmarie “  wieder weg will von Frau Holle. Es geht‘ ihr wunderbar und sie kriegt Heimweh. Aufbruch ist wohl das Gegenteil,Fernweh , doch berühren sich  die Gegensätze. Was hier Fernweh ist, heißt dort Heimweh. 

  Wir ziehen zwischen Rhein und Autobahn Richtung Malans. Soll noch heißer als gestern werden, da ist die Strecke ideal, kaum direkte Sonne, und nicht zu lang, und viel Pause. Die Brücklein bereiten uns Kummer, so schmal und zT so morsch, Noldi schaffst. 

 Am Nachmittag nach Landquart, soll erst ein wenig älter als 150 Jahre sein. Ab Landquart wirds heißer und wir sind in den sonnigsten Abschnitten auf Straße unterwegs. Nur noch eine Stunde, doch die Wege ziehen sich und wo der Esel übernachten kann ist noch nicht so klar. Draußen? Sieht nach Gewitter aus. Eine Besenbeiz gibt’s noch beim Exschwinger und Noldi bekommt frisches Wasser, ich ein Ohr voll Rentnersprüche am Stammtisch, nett, auch das ich das lauwarme Bier geschenkt erhalten habe.  

Dann erreiche ich den Hof von Biobauer Roman Clavadetscher. Hier sind die Pferde, Ziegen und Hühner zu Hause, die Kühe sind oben auf der Alp. 

  Damit Noldi  am Schärm ist, stellt er extra seine Pferde in eine Koppel, Noldi erhält die andere allein. Ich werd oben im Heu schlafen. Ja, und dann werd ich noch zum Geburtstagessen eingeladen. Geschwister und zugewandte Menschen, viele Kinder, Eltern und ich dazwischen. Sehr freundliche, offene Begegnungen, Geschichten erzählt und viele Gehört, und gut gegessen. 

  Nun gewitterts und stürmsts , macht nichts, wir haben ein Dach über dem Kopf.