Der Rheinschlucht entlang, lange Wege nach Haldenstein 

Seit gestern weiß ich aus den Geschichten  im Rössli, dass es auch Missgunst und Hader unter den Bauern geben kann, und das ein kleines Dorf mit 24 Menschen, Richtung Pass, kein Garant für soziales und friedliches Zusammenleben sind. So wie zu Gotthelfs Zeiten, Böses bleibt Bös und Gutes kämpft für Besseres. Und jeder ist für sich selbst der Gute.  Dabei durften wir bei einer so freundlichen Familie unterkommen. Es war zwar viel Arbeit da, aber sie haben sich für uns Zeit  genommen und bestens verpflegt. Es tut gut, offenen und interessierten Menschen zu begenen. Auch Familie Thomas Buchli sind Unterstützer des Projekts dr Esel&Ig.  

 Das Tal ist gegen die Pässe hinten weit und nun beginnt es sich langsam zu schließen. Versam liegt auf einer Ebene und doch sind hinterm Haus die Matten steil.    

 Nach den Erfahrungen von Noldis Schlammbad  gestern haben wir die Bergwege gemieden und nahmen die alte Strasse hoch über der Rheinschlucht.     Ein imposantes Bauwerk, vor allem der lange Abschnitt, wo nichts neu gemacht wurde. Hoch über uns Fels, in der Tiefe der Rhein und dazwischen diese zerbrechliche Straße , welche sich noch tapfer hält.Wir versuchenden  an den Rhein  zu kommen, ist nicht einfach, erst nach Tamins kanns gelingen. Noch heißer  als gester, je näher wir Chur kommen, desto mehr nervt der Verkehr. Endlich Pause im Wald, kühl und ruhig .  Noldi frisst Blätter von den Bäumen, und wenn er sich streckt , hat er was von einer kurzhaarigen, schwarzen Giraffe. Nacher ziehen wir los bis Haldenstein, hoffe auf Schatten und kühlen Wind.  Die Wege waren am letzten Stück ideal, wie gewünscht . Bei  Chur wird das Publikum auf den Wegen städtischer. Hausfrauen stöckeln an uns vorbei, Jogger, Velofahrer, Hündeler aller Schattierungen, Rentner Wandergruppen, ein buntes Völklein begegnet uns. 

Aber es zieht sich, und Noldi und ich haben müde Beine. Endlich, der „Neni“ ruft uns  von weitem, wir kommen gern. Heute sind wir zu Gast bei Jöri und Cathrin Lütscher, gleich hinter dem Schloss Haldenstein.