Ein Tag in der Stadt Ilanz

Gestern  gabs  noch eine Geschichten-Unterhaltung auf dem Radweg, wir zu Fuß und die Frau auf dem Velo. Die Valser waren das Thema, ich kenn sie aus den Sagenmotiven , sie kennt alles über Herkunft und Brauchtum, outete sich als echte Valserin , dass wir mal in Wengen gelebt haben, ein Dorf mit Valserspuren, brachte uns mächtig Pluspunkte.

 Heute waren wir im Alters und Pflegeheim Ilanz zum Erzählen, hab angefragt und die waren flexibel.  

Sie haben sich sehr gefreut, die alten Menschen, viele  über die Geschichten , aber alle über Noldi. Hatten doch Mitleid mit dem armen Tier, dass so weit laufen muss. Bin ich in der Stadt, hör ich schnell mal: der arme Esel, muss so viel tragen. Der ist doch nich glücklich so“ nun, reden hilft eigentlich nicht viel, erklären auch nicht. An der Kreatur das  Leid erleben ist das eine, die Kreatur mit eigenem Leid belegen das andre. Nun, muss ehrlich gestehen, hab noch keine Geschichte aus dem Ärmel zaubern können, die da alles auflöst, aber ich schaffe dran.  

War beim einkaufen  kurz ein wenig verwirrt und auch nicht für lange, aber das Leben  unterwegs ist schon sehr einfach und der Besuch im Coop war eintauchen in  eine andere Welt. Kaffee z.B. Über 10 m. lange  Regale für ein Produkt, und es war noch nicht alles. Ich weiß, Zuhause wird es wieder Alltag sein, aber jetzt ist es speziell.  

  Wir machen Mittag am Rhein. Schatten und ein wenig Wind,  im Moment ist’s heiss und tüppig. Noldi frisst Gras und junge Triebe, und überall wo er hintritt scheucht er alte Maikäfer auf, Schädlinge. Das Bild zB. ist voll davon. (Noldi ist ebenfalls da) Ich bleib cool, unterwegs hatt uns ein Bauer ein Prinzip der ökologischen Landwirtschaft verraten: „Schädlinge ziehen Nützlinge an !“  Noldi wird wohl zu den zweiten gehören.