Richtung Ilanz, und grad noch ein Schritt weiter

Wir ziehen Richtung Ilanz, geht erstaunlich gut mit dem verknackten Fuß. Von Noldi habe ich eine Pferde-Bandage ausgeliehen, Arnika-tüchlein in der Nacht und noch ein wenig Handauflegen, ich bin zuversichtlich. Das mit dem Zelt war i.O., am Rhein ist wohl der Tau besonders gut, werde es unterwegs trocknen müssen.  

  An den Häusern gabs religiöse Fresken. Sind alt, und doch zeigen sie das Bemühen dem Leben einen Sinn abzugewinnen. So ziemlich überall auf der Welt gibt es dazu Mythen., manche gemalt, aber alle erzählt. Unglücklicher Weise schätzten die bildungsfreundlichen Griechen den Logos, in diesem Falke die Logik, so hoch , dass sie ihre Mythen versenkten. Und heute steht uns unsere abstrackte Logik im Wege, sich auf Mythen, Märchen und Geschichten einzulassen. Noldi und ich haben unsere Zmorgenpause, ich trink Schwarztee und versuche die Frage von Gestern , „verschwindet der Mensch wieder von diesem Planeten“ zu Beleuchten. Der Schwarztee hilft dabei. 

Der Veloweg 2 ist auch unsere Route, soll einfacher sein und meist Naturstrasse. Sollen  „die Polen“ gebaut haben. Vergaß nach der Geschichte  zu fragen, waren es Lohnarbeiter oder Internierte? Der Weg ist prima für uns, Dank unbekannter Weise. Da wir am Fluss sind, begegnet uns ein Kraftwetk nach  dem anderen. Noldi hat sich inzwischen an das Surren gewöhnt.  

Hat auch was an sich, diese Ordnung und Genauigkeit, und es funktioniert einwandfrei, wenn ich’s Handy auflad, da kommt nicht zuviel oder zuwenig durch die Drähte. Ist ja auch was tolles, was wir mit unserer Logik und Denken zuwege bringen. Nur, das Ganze erinnert mich an ein Märchen.  Hier am Rhein: Ein Turbinchen wandelt Wasser in Strom, ist ja sehr Kostbar, oder anderswo Dampf,  so beim beim dem KKW und treibt eine Turbine an. Auf  was man sich da einlässt konnte ich in der Ukraine sehen. Rumpelstilzchen zeigt Eies geht. 

Wir sind über Ilanz gekommen, war zwar weit aber sehr angenehme Wege. Die Frage war, ob wir hier in der Stadt  wohl eine Unterkunft  finden? Nun, eine junge Frau erkannte uns aus dem Porträt in der Tierwelt und meinte, wir sollen beim Bauer Ausgang Dorf fragen. War zwar weit, aber ein äußerst freundlicher Bauer , welcher uns nun für zwei Tage Asyl gibt. Erst noch in den Pferde Boxen.  

Urs ist Bauer über 36 Milchkühe und Sportkletteter. Ich bin so froh, haben wir eine gute Herberge.