Am Beginn des Rheins, vom beschenkt werden und weiter nach Cimpafials

Wir sind in Rufweite von der Rheinquelle gestartet, und wenn ich Noldi den Rhein einmal in Basel zeigen werde, dann weiss er,  über dieses Wasser bin ich schon mal, mit grosser Überwindung, gehupft! Wahrscheinlich lohnt es sich manchmal sogar, nach der Quelle zu gehen, um sie, mit Widerstreben vielleicht, zu überhüpfen. Unser Weg auf der anderen Seite war jedenfalls Prima.   

  Der Weg geht bis Illanz ziemlich der Bahn entlang,  wir hatten hin und wieder Begegnung. 

Auch von einem Esel, welcher unter dem Zaun durchschlüpfte und uns  begleitete. Zora heißt die Dame und wir nahmen sie am Strick bis ins nächste Dorf. Der „Chef“ kam gerade mit seinem Suzuki, und meinte „wursten“. Ist bestimmt Bergler Humor.

Disentis  war auf dem Weg, da gibt’s eine Kirche und ein Kloster. Ich habe mich über den Christ-Offerus gefreut. Ich kenne soviele Postkarten von diesem Motiv, aber nirgends lacht das Kindlein wie hier auf der Kirchen-Mauer.  Das wäre doch eine schöne Geschichte wert.

 Im Kloster Disentis sind die Benediktiner, seit 1400 Jahren. War in der großen Kirche, wäre voller Geschichten, wenn sie aus den Bildern sprängen. Hier: 

Und auch das soll eine Geschichte sein: 

  

Das Zentrum ist hier wohl die Marienkapelle. Viele Votivtafeln und eine andächtige Stimmung. Wer vor die Marienststue steht, kann was erleben.  Bei mir stellten sich Haare an den Scheichen bolzgredi in die Höhe und das soll ein Zeichen für ein Kraftort sein. Noldidurfte  nicht mit, da gäbs gar viele Haare zum aufstellen Und für ihn habe ich am  Ausgang so ein Blechmedaillon gekauft , zum Schutz,

 und das trägt er jetzt. Was da wohl die Sache wirksam macht? Der Preis, oder die Symbole? Es ist auf jeden Fall der heilige Benedikt, der große Reformator des Klosterkebens. Noldi kennt ihn auch, wir waren in Frankreich an dem Kloster, wo sein Schrein und seine Gebeine liegen, und wohl noch etwas Asche, den ein französische Mönch träumte, er solle nach Monte Christo in Italien, zum Mutterhaus der Beneditiner.Aber da war alles angebrannt und nur zufälligerweise hat er die Gebeine entdecken können. 

Und jetzt? Hatten noch ein besonderes Abenteuer. Der Weg über dem wilden Rhein war auf 500 m. abgerutscht und ein notbrücklein reingehängt.  

 Sah nicht vertrauenserweckend aus. Alles abbasten und los. Kamen heil rüber, und das Bast hab ich noch rüber geschleppt. Puah, der Esel trägt schon schwer.  Und? Das Blechmedaillon ist echt prima.

2 comments on “Am Beginn des Rheins, vom beschenkt werden und weiter nach Cimpafials

Schreibe einen Kommentar