Erholung, zu Gast und weiter nach Geschinen

Der Tag in Ernen brachte Erholung und Begegnung.Zwar keine Esel, doch immerhin 3halbe und ein Pferd. Die Tiere gehören zu www.Bergland.ch, eine unkomplizierte Gemeinschaft mit 3 Familien. Gestern war ich zum Essen eingeladen, es war ein wunderbares Esen, mit schönen Geschichten vom plötzlich Bauer werden und das Neue mit Herz und Kraft erarbeiten, von der Begeisterung für Initiativen und vom mehrjährigen „Rock im Stall“, ohne Sponsoring und mit guten Bänds.  Büne Huber, Sens Unique, Stefanie Heinzmann, Philipp Fankhauser…

Bergland.ch unterstützt das Projekt „Dr Esel&ig“

Ganz andere Geschichten konnt ich im einzigen, geöffneten Café Vernehmen. Traf Jörg und Sylvia, (sie ist die Lehrerin)   

War eine anregende Begegnung, Dorfgeschichten funktionieren wohl überall ähnlich, ist doch irgendwie tröstlich: da können  wir so viel unterwegs sein, es gibt da Gemeinsamkeiten . Das, mein ich, hängt nicht mit derGlobalisierung zusammen, im Gegenteil. 

der Weg nach Geschinen ist angenehm geht meist der Rotte nach,

  Führt wenig über Strasse und steigt stetig. Für den Weg nehmen wir uns Zeit, treffen meist Rentner auf ihren Rädern den Veloweg runter Richtung Genf radeln. Nun, die Räder, das Outfit, die sehen ganz gut aus, nur die Mimik spricht was anderes.  Muss gerade jetzt ein Esel im Weg stehen? Ja, ich bewundere den Mut und beneide die Radsportgeschäfte. Speziell mutig  war eine  Wandererin. Ein altes Ehepaar , schätze etwas  über 80jahre alt, erfreute sich an Noldi. „Das gäb ein Bild“ meinte die Frau. Ob sie Male fragte ich. Ja, und dann hörten wir die Geschichte, wie sie erst vor 2 Jahren den Mut fand,ihrem  unerfülltem Wünsche nachzugehen.  Super, da haben wir noch Zeit.

 Der Enzian hat uns auf dem oberen Weg angeleuchtet , was für ein Blau.  Über den sehr schmalen Waldpfad nach Geschinen zum Pferdeplatz gekommen , fast ein wenig Märchrnhaft im Rottenwald gelegen. Hier lädt uns Yvonne ein. 

Apropos Pferde: eben habe ich eine rührende Geschichte von einem Pferd gehört, hat mir die Älplerin Nicole erzählt. auf der Alp hat das Tier Eisenhut gefressen hat, Nicole war die ganze  Nacht bei ihm und als Yvonne, die Besitzerin, am Morgen früh vom Tal auf den Berg kam, ist es gestorben. „Es hat gewartet“ meint Nicole. Eine ganz schön-traurige Geschichte.