Vom Esel, erzählen in der Schule in Ernen

 Warum schaut mich Noldi so an? Seit wir unterwegs sind, hat sich zwischen uns einiges geändert. Zu Beginn wollte er gar nicht mit mir  sein. Ihm hätte Madouce genügt, seine Eselin. Die Trennung war schon schwierig, herzerweichende Schreie (i-ahhh) ; dann waren wir zusammen unterwegs, in der Nacht aber nicht in der gleichen Box, herzerweichende Schreie, dann musste ich  einkaufen, er warten : herzerweichende Schreie.  Nun ist es zwischen uns recht eingespielt, warum aber Noldi beim gemeinsamen Frühstück ( ich Käse und Brot mit Schwarztee und Milchpulver, er Gras )  anschaut und herzerweichend schreit, das werd ich wohl erst in den nächsten Wochen ergründen, wenn überhaupt.

Bei den 1/2 Klässlern von Ernen

Sylvia Joller ist Lehrerin für die Kleinen in Ernen, die grossen Schüler gehen  im Tal  zur Schule. Gestern  mit ihr telefoniert, heute erzählt,war tifig abgemacht. Nun sitzen da die Schüler draussen, Noldi und ich werden scheu begrüsst. Eine Stunde erzählen wir Märchen , die Kinder sind begeistert: ein echter Esel, knuddeln wollen ihn die Mädchen.  

 (Foto: S.Joller) Trotz Baulärm und Alltag im Dorf, stossen die Geschichten auf offene  Ohren, wir überziehen sogar die Stunde, wollte doch noch von Ihnen Geschichten hören, he nu, dann beim nächsten Mal? Doch  Morgen ziehen wir auf jeden Fall weiter , nach Geschinen. Über die Pässe, Nufenen, Grimsel oder Furka, gibt’s bis auf weiteres kein Überkommen, frühestens Fronleichnam. 10 Tage warten? Halt ich nicht aus. Wir werden durch die Röhre im Furka verladen.